Bildung außerhalb des Klassenzimmers
Erzählabend
Geschichten, die bleiben
Ein Erzählabend in unserem Denkmal ist mehr als ein gemütliches Zusammensitzen – er ist ein lebendiger Austausch von Erinnerungen, Erfahrungen und Perspektiven. Menschen kommen zusammen, um Geschichten zu teilen, die berühren, überraschen oder zum Nachdenken anregen. Zwischen historischen Objekten und authentischer Atmosphäre entsteht ein Raum, in dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander ins Gespräch kommen. Jede Stimme trägt dazu bei, ein gemeinsames Bild zu zeichnen, das weit über den Abend hinaus nachklingt.



Wussten Sie schon,
dass dass die Grube Adolf zu den ältesten dokumentierten Bergbaustandorten der Region zählt?
dass ehemalige Bergleute ihr Wissen direkt an Schulklassen und Gruppen weitergeben?
dass der Bergbau über Jahrhunderte die Landschaft, Wirtschaft und Kultur unserer Region geprägt hat?

Ein Abend voller Stimmen, Erinnerungen und Geschichten – gemeinsames Erzählen im Bergbaudenkmal
Ein Erzählabend im Umfeld der Grube Adolf ist weit mehr als ein gemütliches Beisammensein. Er ist ein lebendiges Stück Industriekultur, ein Ort, an dem die Vergangenheit nicht nur betrachtet, sondern gehört und gefühlt wird. Ehemalige Bergleute, Angehörige, Interessierte und junge Menschen kommen zusammen, um Geschichten zu teilen, die tief mit der Region und ihrer bergmännischen Tradition verwurzelt sind.
Zwischen Grubenlampen, Werkzeugen und den Spuren harter Arbeit entsteht eine Atmosphäre, die an die Zeit erinnert, als in Merkstein noch Steinkohle gefördert wurde und die Grube Adolf ein prägender Teil des Alltags war. Die Erzählungen handeln von Kameradschaft unter Tage, von Mut und Zusammenhalt, von schweren Schichten und kleinen Momenten des Glücks. Sie erzählen von einer Arbeitswelt, die körperlich fordernd war, aber auch Stolz, Identität und Gemeinschaft schuf.
Jede Stimme trägt ein Stück Geschichte in sich – mal humorvoll, mal nachdenklich, mal tief berührend. Gemeinsam entsteht ein vielschichtiges Bild des Bergbaus, das weit über Fakten hinausgeht und zeigt, wie eng die Menschen mit „ihrer“ Grube verbunden waren. Der Erzählabend lädt dazu ein, zuzuhören, Fragen zu stellen und die Tradition lebendig zu halten, damit die Geschichten der Grube Adolf nicht in Vergessenheit geraten, sondern weitergegeben werden – von Generation zu Generation.
Erzählabend Bergbaudenkmal Grube Adolf Mittwoch, 16. Sept. 2026 um 19:00 Uhr
„Die Geschichte des Bergbaus“ Veränderungen der Lebens- und Arbeitswelt im Nordkreis Aachen Referent: Malte–Henning Meyer
Am Mittwoch, den 16.09.26 um 19 Uhr ist die VHS Nordkreis Aachen zu Gast auf Grube Adolf.
Info: Der Steinkohlenbergbau prägte den Nordkreis Aachen über Generationen hinweg. Mit der Schließung der Zechen veränderte sich jedoch nicht nur die regionale Industrie, sondern auch die Lebens- und Arbeitswelt vieler Menschen. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte des Bergbaus im Nordkreis Aachen, den Wandel der Arbeitsbedingungen sowie die tiefgreifenden Folgen des Strukturwandels. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Identität, Erinnerung und den langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Übergangs von der Montanregion zu neuen Formen von Arbeit und Wirtschaft. Anhand regionaler Beispiele wird aufgezeigt, wie sich der Wandel bis heute auf die Region auswirkt. Der Eintritt ist kostenlos und nicht auf Vereinsmitglieder beschränkt.
Erzählabend Bergbaudenkmal Grube Adolf Mittwoch, 19. Aug. 2026 um 19:00 Uhr
„Kohlebergbau – wo man ihn nicht unbedingt erwartet“ Referent: Horst Bittner
Am Mittwoch, den 19. August 2026 um 19.00 Uhr findet im Fördermaschinenhaus der Grube Adolf der monatliche Erzählabend statt. Horst Bittner, ehemaliger Fahrsteiger und Geschäftsführer der Bittner-Miningconsult, beschreibt Bergwerke und Abbaugebiete, die hierzulande nahezu unbekannt sind. Der Energierohstoff – Braunkohle, Steinkohle und Anthrazit – ist der Einzige, der in vielen Ländern der Erde zu finden ist. Ob unter dem Meer vor den Küsten vieler Länder, in mehr als 3.600 Meter über dem Meer in den kolumbianischen Anden, unter Wüsten oder unter dem Südpol. Auch in Deutschland wurde an vielen, heute zum Teil vergessenen Orten, Kohle gefördert. Der Vortrag beginnt mit aktuellem Geschehen zur Kohleförderung weltweit. Es werden Bergwerke vorgestellt, an Orten, wo man sie am wenigsten erwartet und die wahrscheinlich zum größten Teil unbekannt sind. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.
Erzählabend Bergbaudenkmal Grube Adolf Mittwoch, 15. Juli 2026 um 19:00 Uhr
„Die Geschichte der Knappschaft“ Referent: Reinhold Hauser
750 Jahre soziale Fürsorge, zunächst nur für Bergleute und heute für eine erweiterte Versichertenbasis, sind ein besonders betrachtungswürdiges Kapitel der Sozialgeschichte. Der Versichertenälteste Reinhold Hauser aus Merkstein, der für die Bundesknappschaft-Bahn-See seit vielen Jahren tätig ist, zeichnet den Weg der ersten Bruderschaften um das Jahr 1620 bis heute nach. Die Anfänge der sozialen Fürsorge beginnen mit dem sogenannten „Büchsengeld“ und den „Wochenpfennigen“ der Anteilseigner und den Bergknappen. Damit wurden Gnadenlöhne, Witwenversorgung, Begräbnisse und sogar Ausbildungsbeihilfen an Bedürftige gezahlt. Diese Entwicklung bis zum heutigen Gesundheitsverbund KBS und der Deutschen Rentenversicherung mit ihren vielfältigen Aufgaben sind Thema des Erzählabends auf Grube Adolf. Der Eintritt ist frei und nicht auf Vereinsmitglieder beschränkt. Der Organisator des monatlich stattfindenden Erzählabends, Willi Klassen, lädt ein zu einem informativen und unterhaltsamen Abend im Bergbaudenkmal Grube Adolf.
Erzählabend Bergbaudenkmal Grube Adolf Mittwoch, 17. Juni 2026 um 19:00 Uhr
„Maschinen und Technik im Steinkohlenbergbau aus der Zeit von 1910 bis ca. 1992“
Mit historischen und aktuellen Bildern und Filmen wird der Referent Manfred Heinen aus Übach-Palenberg Einblicke vom Abbau der Kohle mit der Keilhaue, Hacke, Abbauhammer, Hobel, Walzenstreb und Hochleistungsstreb im Schildbau geben.
Unser Bergwerk war wie eine Stadt, nur unter Tage, mit der besten Mannschaft, über sowie unter Tage, behauptet Manfred Heinen.
Die Veranstaltung ist nicht nur auf die Vereinsmitglieder beschränkt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Erzählabend Bergbaudenkmal Grube Adolf Mittwoch, 20. Mai 2026 um 19:00 Uhr
„Überleben in der Kohlekrise“ Referent: Franz Swoboda
Ende der 1950er Jahre gingen die goldenen Zeiten der Kohleförderung zu Ende. Es begann die Kohlekrise. „Zechensterben“ war das Schlagwort. 1962 erreichten die Schließungen einen vorläufigen Höhepunkt, auch das Aachener Revier war davon betroffen. Die Schachtanlage Maria-Hauptschacht wurde stillgelegt.
Wie gelang es dem Eschweiler Bergwerks Verein, trotz aller Schwierigkeiten, die Kohlekrise gut zu überstehen?
Eine Antwort auf die Frage liefert der Alsdorfer Heimathistoriker, Franz Swoboda. Er berichtet aus erster Hand darüber, wie der EBV während der Krise durch die Schaffung und den Ausbau produktiver Nebenbetriebe sein Überleben sichern konnte.
Die Modernisierung der Kokerei, der Ausbau der Zusammenarbeit mit Fremdfirmen, die die anfallenden Nebenprodukte bei der Kokserzeugung (Gas und Teer) gewinnbringend vermarkten konnten.
Auch die Ausweitung der Kraftwerksleistung in Alsdorf und Siersdorf, über die die Eigenversorgung der EBV-Betriebe mit Strom sichergestellt wurde, steuerte ihren Anteil bei.
Erzählabend Bergbaudenkmal Grube Adolf Mittwoch, 15. April 2026 um 19:00 Uhr
„Die Halden von gestern – heute ein lohnendes Ausflugsziel“ Referent: Willi Klassen
Seit fast 20 Jahren lädt der Referent und ausgebildete Fördermaschinist Willi Klassen zu der beliebten Reihe der Erzählabende ins Bergbaudenkmal der Grube Adolf in Merkstein ein. Am 15. April öffnet sich um 19 Uhr der historische Ort für alle, die sich auf eine Reise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Bergbaus begeben möchten.
Thema des Abends „Die Halden von gestern – heute ein lohnendes Ausflugsziel!“
Wo früher gearbeitet oder, wie man sagte, „malocht“ wurde, wo sich einst Staub in die Kleidung setzte, wo Fördertürme den Himmel durchkreuzten, wo Männer unter Tage schufteten – da wachsen heute Bäume im Wind. Auf den Industriebrachen erinnern die Bergehalden an die ehemaligen Zechen. Das Bergematerial ist Überbleibsel, Rest der Mühe und des Schweißes und heute Aussichtspunkt, Begegnungsort und manchmal sogar ein Kunstwerk. Diese Halden erzählen Geschichten von Kumpeln, von Aufbruch, Abschied und Wandel. Willi Klassen aus Übach-Palenberg lädt alle Freunde des Bergbaus ein, Erinnerungen zu teilen, zu erzählen oder nur neugierig zuzuhören. Die Veranstaltung ist nicht auf Vereinsmitglieder beschränkt, Gäste sind herzlich willkommen.
